Gibt es Nachtzuschläge beim Installateur-Notdienst?
Nachts oder am Wochenende einen Installateur gerufen — was kostet der Zuschlag? Wie Notdienstpreise berechnet werden, klar erklärt.
Ja, Nachtzuschläge beim Installateur-Notdienst sind üblich und zulässig. Außerhalb der normalen Geschäftszeiten entstehen dem Betrieb höhere Kosten — durch Bereitschaft, Mehrarbeit und weniger Techniker im Einsatz.
Wann gelten Zuschläge?
Das ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Typische Zeiten, für die ein Aufschlag berechnet wird:
- Abends (z. B. ab 18 oder 20 Uhr)
- Nachts (z. B. 22 bis 6 Uhr)
- Samstag und Sonntag
- Gesetzliche Feiertage
Wie hoch sind die Zuschläge?
- Abendzuschlag: 20 bis 40 Prozent auf den Normalstundensatz
- Nachtzuschlag: 50 bis 80 Prozent auf den Normalstundensatz
- Wochenendzuschlag: 30 bis 60 Prozent
- Feiertagszuschlag: Oft bis zu 100 Prozent
Zusätzlich zur Arbeitszeit wird meistens eine Anfahrtspauschale berechnet, die ebenfalls mit einem Aufschlag versehen sein kann.
Worauf Sie achten sollten
Fragen Sie beim Anruf direkt nach: Gibt es einen Nachtzuschlag? Wie hoch ist die Anfahrtspauschale? Gilt der Aufschlag ab der Anfahrt oder erst ab Beginn der Arbeiten?
Seriöse Betriebe nennen Ihnen diese Informationen am Telefon, bevor sie losfahren. Wenn keine Auskunft gegeben wird, verlangen Sie zumindest einen ungefähren Kostenrahmen.
Zahlt die Versicherung auch die Zuschläge?
Bei einem gedeckten Schaden — etwa einem Rohrbruch unter die Gebäude- oder Haushaltsversicherung — übernimmt die Versicherung in der Regel auch die anfallenden Notdienstkosten inklusive Zuschläge. Sichern Sie sich die Rechnung mit Aufschlüsselung aller Positionen.
