Was ist bei alten Wasserleitungen in Graz zu beachten?

Alte Wasserleitungen in Graz — was zu beachten ist, welche Risiken bestehen und wann eine Sanierung nötig wird.

Graz hat einen hohen Altbauanteil. Viele Gebäude aus der Gründerzeit bis in die 1970er haben noch die originale oder kaum erneuerte Wasserinstallation.

Was in Grazer Altbauten häufig anzutreffen ist

  • Stahlleitungen (verzinkt) aus den 1950ern bis 1980ern: korrodiert, eingeengt
  • Bleileitungen in sehr alten Gebäuden (vor 1950): gesundheitlich bedenklich
  • Unzureichende Absperrventile: oft schwer zu schließen oder verkalkt
  • Fehlende oder veraltete Druckminderer

Gesundheitsrisiko: Bleileitungen

In Gebäuden vor dem Zweiten Weltkrieg können noch Bleileitungen vorhanden sein. Blei geht in geringen Mengen ins Trinkwasser über. In Österreich gilt seit 2013 ein Grenzwert von 10 μg/l. Bei Unsicherheit: Wassertest durchführen lassen.

Praktische Hinweise

  • Beim Hauseigentümer nach dem Leitungsmaterial fragen
  • Bei einer Badsanierung immer den Leitungszustand mitbeurteilen lassen
  • Ältere Stahlleitungen im Keller mit Korrosion zeitnah ersetzen
  • Absperrventile, die sich nicht drehen lassen, prüfen lassen

Wann ist eine Sanierung unumgänglich?

  • Bräunliches Wasser aus dem Hahn
  • Häufige Undichtigkeiten an Verbindungen
  • Druckabfall ohne Grund
  • Bleileitungen nachgewiesen